Hoch die Taschen!

Mittwoch, 21. Mai 2014

...habe ich diesen fünf Mädels an einem stürmischen Februartag zugerufen und wie man sieht, zeigen sie glücklich und voller Stolz ihre neuen Taschen, die sie an dem Tag während eines Workshops bei mir selbst genäht haben. 
 
 
 Die Taschen auf den nächsten Bildern haben erst kürzlich das Atelier verlassen (wie man auch an den mittlerweile grünen Hortensien erkennen kann).



Dieses Taschenmodell ist also vielfach erprobt und hat sich bewährt!
 Es ist mittlerweile schon in verschiedensten Farb- und Stoffkombinationen genäht worden, wodurch es immer wieder anders aussieht... aber immer gut :-) 
 
Mit Anleitung ist das Modell auch für Anfänger geeignet; für geübte Näherinnen allemal.
 
Ich habe das Schnittmuster mit drei verschiedenen Blendenvarianten zur Auswahl erstellt: 
1. eine einfache und gerade Blende, wie bei den Kindern zu sehen,
2. eine Blende, die eine gewellte Form hat, wie auf den obigen Bildern zu sehen, und 
3. eine Variante, bei der oben eine leichte halbkreisförmige Auswölbung hat, wie bei dem Modell in der Anleitung unten.
 
 
Ich möchte hier nun das Schnittmuster und eine Anleitung dazu weitergeben und hoffe, daß Euch das Nachnähen damit gelingt und gefällt. 


 
 
 Zuschnitt:
Den Taschenbeutelschnitt nach der Schemazeichnung auf Papier erstellen. Die Schemazeichnung ist im Verhältnis 1:20. Die Belegschnitteile sind im Verhältnis 1:1; man braucht also nur eine Blende auswählen und ausschneiden und kann sie dann direkt als Schnitteil verwenden. Weitere Angaben zum Zuschnitt befinden sind auf dem Schnittmuster in der Anlage.  
 
Nähen:
 
Alle vier Taschenbeutel an der oberen Kante einkräuseln auf die Beleglänge.
Rechts auf rechts auf die Belege stecken und nähen.  
 
 
 Die Taschenbeutel mit den Belegen jeweils rechts auf rechts aufeinander stecken und den Beutel nähen, so daß man zwei Beutel hat (Oberstoff/Beleg und Futter/Beleg). Dabei bei dem Futter eine Öffnung zum späteren Wenden lassen (s. Bild unten)
 
 
Henkel verstürzen, mit Hilfe einer Sicherheitsnadel wenden und bügeln. Evtl. die Kanten noch einmal absteppen. Henkel an die markierten Stellen an dem Beleg stecken.
 
 
 
Nun die beiden Taschenbeutel ineinander stülpen, rechts auf rechts, und die Belege oben aufeinander stecken und nähen.
Nahtzugaben an den Rundungen ein- oder zurückschneiden.
 

 Durch die Öffnung im Futter die Tasche wenden.  
 

 
Die Futteröffnung schließen und nun nur noch einmal oben die Belegkanten bügeln.
 
Fertig!!



Ich wünsche viel Erfolg und Freude beim Nachnähen und würde mich natürlich sehr darüber freuen, wenn ich ein Foto von dem Resultat sehen könnte. Sollten Fragen sein, freue ich mich über eine Nachricht oder auch über jede Anregung oder Verbesserungsvorschlag zum Schnitt!
 
Viele Grüße,
Silke
 

Rhabarbermuffins, mein Saionrezept

Donnerstag, 15. Mai 2014

Die schönste Form die Gartenleckereien zu genießen ist es sicherlich, einfach durch den Garten zu spazieren und dann hier und da zu naschen z.B. süße Erdbeeren. Gleich danach kommt die Variante: ernten, verarbeiten und direkt genießen z.B. beim Salat, Spinat oder wie hier den Rhabarber. Frischer geht es doch kaum?! Nicht zu verachten ist natürlich auch die Variante, die Früchte oder das Gemüse zu ernten, dann einzukochen oder einzufrieren und sich das ganze Jahr an den Gartengenüssen zu erfreuen! Da werde ich sicher auch noch mal drauf eingehen :-)
 
Rhabarber eignet sich nun wirklich nicht zum "Direktvernaschen", so sauer wie er schmeckt, aber zum Verarbeiten und zwei Stunden späterem Vernaschen ist er einfach perfekt! Diese Woche habe ich für die Nähschule nachmittags den Rhabarber geerntet und daraus Muffins gebacken und abends in der Kurspause serviert. Saftig, frisch und superlecker! 
 
Das Basisrezept für diese Muffins ist mein sogenanntes "Saisonrezept". Saisonrezept deswegen, weil es sowohl mit Rhabarber als auch mit anderen Früchten wie Äpfel, Kirschen, Mirabellen,.... wunderbar schmeckt. Es kommt sehr viel bei mir zum Einsatz und ist immer gut und schnell gemacht! Die Mengenangaben sind für ca. 12 bis 15 Muffins (je nach Obstzugabe) oder auch für eine normale Springform. Ich bin schon einige Male nach dem Rezept gefragt worden und gebe es hier gerne weiter: 
  
 


 

Saisonkuchen - bzw. muffins

Für 12- 15 Muffins oder eine 26er Springform benötigt Ihr:

2 große Eier
200 g Zucker
125 g zerlassene Butter
150 ml Milch
220 g Mehl
2 TL Backpulver
2-3 Stangen Rhabarber
1 Handvoll Mandelblättchen
 
Backofen auf 175 Grad vorheizen.
 
Eier und Zucker schaumig rühren und dann die zerlassene Butter und Milch zugeben. Mehl und Backpulver vermengen und alles zusammen zu einem cremigen Teig verrühren. Rhabarber schälen und in Stücke schneiden und unterheben.
 
Muffinform buttern oder mit Papierförmchen auslegen und den Teig verteilen und mit einer Handvoll Mandelblättchen bestreuen. Im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen. Mit Puderzucker bestäuben und mit Sahne servieren.
 



Hofpromis und mein liebstes Spargelrisotto

Dienstag, 13. Mai 2014

 Da schlägt man am Samstagmorgen die lokale Tageszeitung auf und wer schaut einem da frech und fröhlich entgegen?! Unsere Esel! Unter der Rubrik "DAT MOI BILD AN'T ENN VAN D' WEEK" ("Das schöne Bild zum Wochenende" für alle nicht plattdeutschfirmen Leser :-) sind drei unserer insgesamt vier Esel abgebildet.

Und die Bildunterschrift lautet:
"In munterem Dreiklang in ein vergnügtes, hoffentlich sonniges Mai-Wochenende."

 
Tatsächlich ist es so, daß unsere Esel ganz häufig Freude und Vergnügen bei anderen auslösen und ein Lächeln in nahezu jedes Gesicht zaubern. Sie haben einfach eine tolle Ausstrahlung: Ein bißchen frech, große Ohren, recht eigenwillig und sehr, sehr neugierig, ausgesprochen freundlich, verschmust und einfach liebenswert und lustig in ihrer Art. 
Und so sind sie auch bereits zum dritten Mal in der lokalen Zeitung abgebildet und haben somit den Promistatus an unserem Hof. Max, unser ältester Esel, hat zudem jedes Jahr einen Gastauftritt bei einem lebendigen Krippenspiel zur Weihnachtszeit im nächsten Dorf. Der ist also schon quasi ein Profi vor der Kamera. Wir denken langsam darüber nach, ob wir nicht doch mal eine Gage verlangen sollten :-)
 
Ein sonniges Mai-Wochenende war es nun nicht gerade, dafür verwöhnt uns das Frühjahr aber gerade mit so vielen tollen Leckereien: Erdbeeren, Rhabarber, Spinat, Spargel...!Und Spargel gibt es im Moment mindestens einmal die Woche bei uns in verschiedenen Variationen, schließlich ist ja die Saison nur so kurz und wir lieben Spargel! Eines meiner absoluten Lieblingsrezepte ist ein Spargelrisotto mit Mandel und mariniertem Filet. Ganz wunderbar schmeckt feines Hähnchenbrustfilet dazu, wir essen es aber auch z.B. mit Wild- oder Gallowayfilet. Das Fleisch sollte mind. eine halbe Stunde in einer Marinade aus Knoblauch, Chili, Balsamico, Olivenöl und Sojasoße ziehen, dann ist es einfach toll zu dem Risotto mit weißem und grünem Spargel und gerösteten Mandelblättchen
 
 
 
 

 

Spargel-Risotto mit Mandeln und mariniertem Filet

Ihr benötigt:

400-500 g Hähnchenbrust-, Wild- oder Kalbsfilet
1 rote Chilischote
2 Knoblauchzehen
2 EL Balsamico
2 EL Olivenöl
3 EL Sojasoße
1 EL brauner Zucker
je 250 g weißen und grünen Spargel
3 EL Butter
2 Schalotten
300 g Risottoreis
200 ml trockener Weißwein
800 ml Gemüsebrühe
3 EL gehobelte Mandelblättchen
100 g Parmesan, frisch gerieben
Salz und Pfeffer
 
Die Chilischote entkernen und fein hacken, 1 Knoblauchzehe schälen und durchpressen, beides mit dem Essig, Öl, der Sojasoße und dem Zucker zu einer Marinade verrühren. Das Fleisch waschen, trocknen und in Stücke schneiden, mit der Marinade vermengen und zudeckt im Kühlschrank mind. eine halbe Stunde ziehen lassen. 
Spargel schälen (grünen Spargel nur im unteren Drittel!) und in ca. 2cm breite Stücke schneiden. Die Spargelspitzen extra abschneiden und zur Seite stellen. 
Schalotten und zweite Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Butter erhitzen und beides darin zusammen mit dem Spargel andünsten. Reis dazugeben und weiterdünsten. Mit Wein ablöschen und nach und nach Brühe zugeben. Bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten garen lassen und immer wieder umrühren. Die Spargelspitzen zugeben und weitere 10 Minuten garen. 
Mandelblättchen fettfrei in einer Pfanne anrösten.
Das Fleisch aus der Marinade nehmen und abtropfen lassen, dabei die Marinade auffangen. Das Fleisch in einer Pfanne anbraten, die Marinade zugeben und erhitzen.
Parmesan und etwas Butter zum Risotto geben. Nach Bedarf noch etwas Brühe zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Das Fleisch auf dem Risotto mit den gerösteten Mandelblättchen bestreut servieren.   



Queen of the Night - Purpurne Farben

Dienstag, 6. Mai 2014

"Einfache Späte Tulpen" stand auf dem Verkaufsschild und das klingt ja zunächst nicht sonderlich aufregend. Das Foto und die Bezeichnung "Tulipa Queen of the Night" haben mich beim Kauf aber angesprochen und jetzt auch wirklich überzeugt. Ja, die Tulpen sind einfach! Das heißt, sie sind nicht gefüllt oder mit gezackten Blütenblättern, haben keine Lilienform, sind nicht mehrfarbig... sie sind eben einfach und dabei so wunderschön!!! Denn die Farbe überzeugt: Ein tiefes Violett! Einfach schön!
 

Und sie haben bei mir einen guten Platz gefunden. Wir haben an der Terrasse ein Beet, welches mir schon viele Niederlagen bereitet hat, denn nur Unkraut scheint sich hier pudelwohl zu fühlen. Es ist ein halbkreisförmiges Beet. Dieser Halbkreis umfasst drei große Birken und das ist auch das Hauptproblem: Die Birken entziehen dem Bett viel Wasser und verfügen über ein dichtes Wurzelwerk. Der Boden ist also knochentrocken, hart und voller Wurzeln. Außerdem ist das Bett im Sommer schattig. Vor vier Jahren haben wir 15 Buchsbaumkugeln in verschiedenen Größen und eine Eibenkugel gesetzt, die mittlerweile auch gut eingewachsen sind. Die gesetzte Buchshecke ist hingegen noch sehr zögerlich und einige Heckenpflanzen mußte ich auch schon ersetzten. Mit der Unterpflanzung war ich dann lange auch nicht so erfolgreich. Selbst der doch sonst so problemlose und blühfreudige Storchschnabel "Max Frei" wollte hier nicht bleiben. 

Im letzten Jahr habe ich dann "Kleines Immergrün Vinca Minor" gesetzt, das ja bekanntlich unkompliziert ist, keine hohen Bodenansprüche hat und auch mit Schatten zurecht kommt. Es gilt also auch als "einfache" Pflanze und ich denke, daß es eine gute Entscheidung war, denn das Immergrün scheint mit den Bodengegebenheiten zurechtzukommen und treibt in diesem Frühjahr ganz wunderbar aus und zeigt schon Blüten.

Neu war für mich die Farbe, kannte ich Immergrün bisher doch nur in weiß und blau. Aber diese neue Blütenfarbe "Atropurpurea" ist toll: zarte purpurne / violette Blüten schlengeln sich um die Buchsbäume. Aufgrund der Farbe des Immergrüns habe ich dann auch die Tulpen "Queen of the Night" im Herbst gesetzt. Die "schwebenden" Tulpenköpfe überragen jetzt die Buchskugeln und die zarten Blüten des Immergrüns.

  
In diesem Beet hat auch vor vier Jahren unser wunderschöner alter Sandsteinbrunnen seinen Platz gefunden. 



 Als Wiederholung zur Blütenfarbe in dem Halbkreisbeet habe ich letzten Monat kleine violette Hornveilchen in eine alte Zinkwanne gesetzt. Diese stehen jetzt auf unserem Terrassentisch und nehmen die purpurne Farbe auf :-)



Fazit:
"Einfach" ist oftmals die beste Entscheidung!
 
 
 
 
P.S.: Die Fotos sind übrigens unter erschwerten Bedingungen entstanden! Ständig eine Hundeschnauze fast im Gesicht oder den ganzen Hundekopf vor der Kamera kann schon störend sein :-)
 
 
 
 

Hofgeschnatter: Erster Nachwuchs im Gänsestall und ein Spinat-Kuchen

Donnerstag, 1. Mai 2014

Hinter mir liegt eine intensiv landwirtschaftliche Woche, denn meine Eltern waren für einige Tage verreist und so hatte ich die Verantwortung für sämtliche Tiere des Hofes. Während wir uns um die Großtiere gemeinsam kümmern, sind die "Kleintiere", mit Ausnahme der Hunde, sonst nämlich unter der Obhut meines Vaters und werden von ihm versorgt. Dieser Tage wurde mir dann amüsiert bewußt, daß das Ganze bei uns schon fast ein bißchen der Arche Noah gleicht: Hier ein Kaninchenpärchen, da die Hühner, am Teich ein Entenpärchen, die Katzen haben hinten am Hof ihren Napf, die Gänse in ihrem Gehege, dann die Pferde, die Esel, die Galloways,... und alle warten abends auf ihr Futter, was natürlich je nach Rasse unterschiedlich ist! Ich hatte also schon ein bißchen zu tun! Mein Mann begrüßte mich dann auch abends ebenso amüsiert mit den Worten: "Na, meine kleine Bäuerin", wenn er mich mal wieder in Gummistiefeln mit irgendwelchen Futtereimern in der Hand auf dem Hof vorfand.
 
Kurz vor der Rückkehr meiner Eltern wurde ich für meine Federviehversorgung noch mal ganz besonders belohnt: Sechs kleine Gänseküken, bereits wild piepend, kamen mir abends unter schnatternder und zischender Bewachung der Eltern entgegen. Wirklich süß! Bisher hatten wir noch nie so recht Erfolg mit dem Gänsenachwuchs, denn es ist irgendwie doch deutlich schwieriger als bei den Hühnern. Diese Gans brütete aber bereits viele Tage ganz fest auf ihren Eiern und mein Vater hatte schon die Vorahnung, daß sie vielleicht gerade während seiner Abwesenheit schlüpfen könnten. So war es dann ja auch und natürlich konnte ich mir die Bemerkung: "Ich muß das erst in die Hand nehmen, dann klappt das auch mit den Gänseküken" nicht verkneifen :-)
 
 
Im Garten geht's ja auch gerade rund. Wie das alles wächst!! Nicht mehr lange und wir können den ersten eigenen Spinat aus dem Garten ernten. Auf dem Wochenmarkt habe ich schon jungen frischen Blattspinat gesehen und auch gleich mitgenommen, sozusagen als kleine Vorfreude auf den eigenen Spinat.
 
Der Spinat-Kuchen mit cremigem Ricotta schafft es zu jeder Spinat-Saison auf unseren Küchentisch und deswegen möchte ich ihn hier auch vorstellen. Durch den Mürbeteig dauert es etwas länger, doch lohnt sich die Wartezeit auf jeden Fall!
 
 



 
Spinat-Kuchen:
 
Mürbeteig:
250 g Mehl, 250 kalter Butter in Flöckchen, 1 TL Salz und und ca. 5 EL kaltes Wasser mit dem Kenthaken zu einem glatten Teig verarbeiten und in Frischhaltefolie gewickelt mindestens 30 Min. kalt stellen.
 
500 g Blattspinat
2 rote Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
75 g frisch geriebener Parmesan
8 Stiele Thymian und ein halbes Bund glatte Petersilie
200 g Creme fraiche
2 Eigelb
250 g Ricotta
Olivenöl
Salz und Pfeffer
 
Spinat waschen und abtropfen lassen. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Den Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dann Abtropfen lassen und leicht ausdrücken.
 
50 g Parmesan mit Creme fraiche, Eigelb und den gehackten Kräutern verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
 
Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech rechteckig ausrollen (ca. 25x 30 cm und den Teigrand leicht dabei hochdrücken. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad ca. 15-20 Minuten backen.
 
Dann den Spinat auf dem Kuchen verteilen, Ricotta darüberbröckeln, darüber die Kräutercreme verteilen und mit dem Rest Parmesan bestreuen. Zurück in den Ofen und nochmals ca. 15-20 Minuten backen.
 
Guten Appetit,
Silke
 
 
 




American Cheesecake

Freitag, 18. April 2014

Klassischer deutscher Käsekuchen ist ja lecker, aber dem American- oder auch New York Cheesecake bin ich regelrecht verfallen. Lange Zeit war mir gar nicht klar warum ich diese Variante um so vieles lieber mag?! Bis mir der Unterscheid aufgegangen ist: Deutscher Käsekuchen ist eine klassische Kombination aus Mürbeteig, auf die eine Masse aus Quark, Eiern, Zucker und Vanillepuddingpulver kommt. Die typische USA-Variante besteht hingegen aus Doppelrahmfrischkäse auf einem Boden aus Kekskrümeln. 
 
Und das ist es einfach für mich... Frischkäse statt Quark!
 
 
Dabei gibt es dann auch noch viele unterschiedliche Variationsmöglichkeiten beim sogenannten New York Cheesecake: Butterkekse oder Haferkekse, Doppelrahmfrischkäse oder die fettreduzierte Variante, vielleicht noch ein bißchen Quark oder Schmand beigemischt, gern auch noch mal ein bißchen verfeinert mit Limette oder Zitrone oder mit einem Überzug aus fruchtigem Himbeermark oder Maracujasaft. Unzählige Möglichkeiten!
 Die gibt es aber im übrigen bei dem deutschen Käsekuchen auch.
 
 
 
 
Ich möchte hier eine klassische Variante des American Cheesecake vorstellen: Mit einem Boden aus Haferkeksen gemischt mit Zwieback und einem Belag aus Frischkäse und Quark! 



American Cheesecake

Ihr benötigt für eine 26er Springform bzw. 12 Stücke:

150 g Haferkekse
75 g Zwieback
75 g weiche Butter
Eine Prise Salz
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
150 g Doppelrahmfrischkäse
150 g fettreduzierter Frischkäse
250 g Magerquark

Den Ofen auf 170° C vorheizen.

Haferkekse und Zwieback zerbröseln und mit der Butter und Salz vermischen und in der Form festdrücken, dann ca. 10 Minuten backen. Boden kurz abkühlen lassen.

Eier, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Den Frischkäse und Magerquark unterrühren.

Den Rand der Springform gut einfetten und dann die Masse gleichmäßig auf dem Boden verteilen und 40 Minuten backen.

Den Ofen ausschalten und den Kuchen bei leicht geöffneter auskühlen lassen.

Den erkalteten Kuchen aus der Form nehmen und für mind. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Am besten über Nacht im Kühlschrank schön durchziehen lassen.


Guten Appetit,
Silke 

Gelber Frühling

Dienstag, 15. April 2014

Der Frühling kommt doch immer ziemlich gelb daher, oder?! So empfinde ich es zumindest. In unserem Garten ist im Moment gelb die dominanteste Farbe, was eigentlich nur im Frühjahr so ist, denn zu allen anderen Jahreszeiten übernehmen andere Farben die Hauptrolle. Los ging's mit den vielen Narzissen und der Forsythienblüte, die beide schon fast verblüht sind. Im Moment sind es vor allem die vielen Sumpfdotterblumen, die sich am Teichrand entlang schlängeln und dann noch hier und da verschiedene gelbe Tulpen. Und auch unterwegs zeigt sich die Natur mit viel gelb! Erst das Schabockskraut und nun der Löwenzahn und die Rapsfelder sind auch kurz vor dem Höhepunkt der Blüte und erstrahlen schon von Weitem.
 
Bei uns im Haus ist auch hier und da ein bißchen gelbe österliche Deko eingezogen und beim Kochen der Karotten-Suppe mußte ich doch ein wenig schmunzeln, denn selbst in der Küche geht es gelb zu. Ich habe dann gleich noch mal hinterher einen Zitronenkuchen gebacken. Kochen und Backen nach Farben quasi. Auch mal ganz inspirierend. Das Thema "Gelb" ließe sich da sicher noch ausbauen.
 
Jetzt aber erst einmal zu den beiden Rezepten. 
Die Suppe habe ich ein bißchen mit Curry abgerundet und als Beilage Lachsfilet zugegeben.
 



Für die Suppe benötigt Ihr:

Karotten-Suppe mit Curry und Seelachs (für ca. 6-8 Personen)
2 Zwiebel
1 kg Möhren
50 g Butter
2 EL Currypulver
2 TL Honig
100 ml Weißwein
200 ml Orangensaft
1 l Gemüsebrühe
500 ml Schlagsahne
100 g saure Sahne
500 g Seelachsfilet
Salz & Pfeffer

Zwiebeln fein hacken. Die Möhren schalen und grob würfeln und in erhitzter Butter mit Zwiebeln leicht anschwitzen, Curry und Honig zugeben und kurz mitdünsten. Mit Wein ablöschen. Brühe und Orangensaft angießen, aufkochen lassen und ca. 20 Min. garen.

Suppe fein pürieren, Sahne und saure Sahne unterrühren und aufkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Seelachsfielt waschen, trockentupfen und in Würfel schneiden. Zur heißen Suppe geben und ca. 7 Min bei schwacher Hitze gar ziehen lassen.


Dann kommen wir noch zu einem wahren Klassiker bei uns im Hause, den ich wärmstens empfehlen kann: Zitronenkuchen vom Blech. Mit diesem Kuchen kann man wirklich nichts falsch machen, denn er schmeckt sozusagen generationsübergreifend allen gleich gut, Kindern wie Großeltern. Außerdem ist er schnell gemacht!  






Zitronenkuchen vom Blech

350 g weiche Butter
350 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
6 Eier
350 g Mehl
3 TL Backpulver
abgeriebene Schale von 2 Zitronen

Die Zutaten der Reihenfolge nach zu einem Rührteig verarbeiten. Den Teig auf ein gefettetes Backblech streichen und etwa 20 Min. bei 200 Grad backen.
Auskühlen lassen.

Für den Guß:
Aus 200 g Puderzucker
und 4 EL Zitronensaft
einen Guß herstellen und den Kuchen damit bestreichen.
 
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