Rettet den Sonntagsbraten: Rinderrouladen von unseren Galloways

Dienstag, 18. August 2015


Rettet den Sonntagsbraten - denn weniger ist besser!

Wie man dem Titel entnehmen kann, geht es um den bewussten Konsum von Fleisch und Fisch aus artgerechter Haltung.
 
Für uns als Selbstversorger und Halter einer kleinen Gallowayherde natürlich ein Herzensthema!
Im letzten Jahr hatte ich hier auf dem Blog schon mal über unsere Galloways berichtet:
Wie wir zu unseren Tieren gekommen sind, deren Eigenschaften, unsere Gedanken dazu, über unsere erste Hausschlachtung....
Hier könnt ihr das gern noch mal nachlesen Klick
 
Bevor es nun mit dem Rezept los geht, möchte ich auch noch kurz etwas zu den Bildern sagen:
Erscheint es makaber, Bilder von den Galloways in Verbindung mit zubereiteten Rouladen zu zeigen? Für uns ist das ein normaler Ablauf, wir leben mit den Galloways. Für andere ist es aber vielleicht irgendwie befremdlich?!
Wir kamen aber schnell zum dem Schluß, dass es doch eigentlich viel befremdlicher ist an die Fleischertheke zu gehen und Fleisch zu einem möglichst kleinen Preis zu kaufen und überhaupt gar nichts über die Tiere bzw. deren Haltung zu wissen.
Wir handeln stets mit einer hohen Achtung vor dem Leben und dem Sterben unserer Tiere und möchten dieses Bewusstsein auch gern weitergeben.
Ihr seht Bilder unserer Stammherde und den daraus gezogenen Kälbern dieses Jahres.
 
Mittlerweile haben wir zwei Tiere bei uns am Hof geschlachtet; der nächste Schlachttermin ist für Oktober geplant. Zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Tieren gehört für uns auch, möglichst viel von dem geschlachteten Tier zu verwerten, so ein Tier besteht schließlich nicht nur aus den Edelstücken wie Filet, feinen Steaks und anderem Kurzgebratenem. Suppenfleisch, Beinscheiben und kräftig durchwachsene Stücke gehören ebenfalls dazu. Schmorgerichte und Suppen stehen deshalb seither bei uns hoch in der Rangliste und ganz neue Gerichte haben es auf unseren Küchentisch geschafft. Wir experimentieren gern. In der Woche fehlt ja oftmals die Zeit, doch an den Wochenenden gibt es Gerichte, die schon mal längere Zeit im Ofen verbringen wollen.
 
 
 Rouladen stehen dabei ganz hoch Kurs. Ich bereite sie mit den verschiedensten Füllungen zu und gebe ihnen dann viel Zeit bei niedriger Temperatur im Backofen, damit sie perfekt gelingen. Rouladen sind wunderbar vielseitig und man kann ihnen immer wieder eine andere Geschmacksrichtung geben.
Das Rezept für mediterrane Rinderrouladen, die ich mit Paprika und Schafskäse zubereite, findet Ihr hier
Heute zeige ich zwei weitere Variationen: Einmal der Klassiker mit Gewürzgurken und durchwachsenem Speck (der geht immer) und dann eine pikante Füllung mit getrockneten Steinpilzen und Champignons.
 
Auf dem nächsten Bild seht Ihr übrigens unseren Bullen Picard.
Ein wirklich großer Kerl, aber sehr lieb!
 
Ich mache immer gleich einen ganzen Schwung Rouladen und lasse auch unterschiedlich gefüllte Rouladen gemeinsam im großen Bräter garen. Sie lassen sich nämlich auch prima einfrieren und schmecken aufgewärmt mindestens genauso gut.
 
Das ist unsere zweitältestes Kuh Frieda!
 
Links seht ihr die klassische Füllung mit Gewürzgurke und Speck,
rechts die Füllung aus Steinpilzen und Champignons.
 
Bei Rouladen gilt:
Scharf anbraten, dann schließen sich schnell die Poren und die Röststoffe geben der späteren Sauce ein kräftiges Aroma.
Beide Rezepte sind für vier Rinderrouladen (je nach Größe) vorgesehen.
Zur Vorbereitung die Rouladen erst mal abwaschen und trocken tupfen. Dann beide Seiten kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und nebeneinanderlegen. Falls nötig, die Fleischscheiben jeweils einzeln zwischen Folien legen und flach klopfen.
 
Zum Anbraten bzw. für das Schmoren und die Sauce benötigt ihr:
Öl zum Anbraten
300 g Zwiebeln
2 EL Tomatenmark
1 EL Mehl
1/2 l kräftiger Rotwein
3/4 l Gemüsefond
Backofen auf 100 Grad vorheizen.
Klassisch mit Speck & Gewürzgurke:
1 Zwiebel
2 Gewürzgurken
6 TL Senf
8 Scheiben durchwachsener Speck
Getrockneter Thymian, gerebelt
Salz und Pfeffer
Zwiebel abziehen und in dünne Ringe schneiden
Gewürzgurken längs halbieren, vierteln
Rouladen mit Senf bestreichen und mit Speckscheibe belegen.
Dann Zwiebelringe, Thymian und Gurken darauflegen
Aufrollen und entweder mit Spießen fixieren oder mit Küchengarn umwickeln.
 
Pikant mit Steinpilzen und Champignons
 30 g getrocknete Steinpilze
250 g Champignons
1 Zwiebel
80 g durchwachsener Speck
1 Bd gehackte Petersilie
1 Eigelb
1 EL Paniermehl
Salz und Pfeffer
Zwiebel abziehen und würfeln
Steinpilze einweichen und mit Champignons würfeln
Zusammen mit den anderen Zutaten eine Masse herstellen und die Rouladen damit füllen, aufrollen und fixieren.
Für alle Varianten:
Öl in einem Topf erhitzen und die Rouladen ca. 5 Minuten kräftig anbraten, herausnehmen. Nochmals Öl mit den Zwiebeln in den Topf geben und 2 Minuten braten. Tomatenmark einrühren und rösten. Mit Mehl bestäuben und unter ständigem Rühren 2 Minuten braten. Mit einem Schuß Rotwein ablöschen und die Flüssigkeit vollständig einkochen lassen. Dieses dann noch zweimal wiederholen.
Dann den restlichen Rotwein mit dem Gemüsefond dazugießen, die Rouladen wieder hineingeben und alles einmal aufkochen lassen. Topf drauf und dann ab in den Ofen für ca. 3,5 bis vier Stunden (mit einer Fleischgabel prüfen, ob das Fleisch weich ist)
Dann den Topf aus dem Backofen nehmen, Rouladen rausfischen und das Garn bzw. die Spieße entfernen und die Sauce ca. 15 Min. sämig einkochen und gegebenenfalls noch mal abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Als Beilagen eignen sich klassischerweise Kartoffeln, wie mögen auch Nudeln oder Spätzle sehr gern dazu, und ein schönes Gemüse wie z.B. Bohnen, oder im Herbst und Winter auch gern mit Rotkohl.
Bei den Füllungen kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen :-) 
Wir hatten auch schon eine italienische Version mit Pesto und Parmaschinken oder auch eher bayrisch mit Sauerkraut und süßem Senf.
 
 
 
Essen ist etwas sehr Kostbares und so sollten auch die Nahrungsmitteln kostbar behandelt werden und ihren gerechtfertigten Preis haben. Ein  Massentierhaltungssystem mit tierquälerischer Haltung ist nicht zu unterstützen. Leider wird allgemein zu viel Fleisch gegessen; lieber nur hin und wieder ein Stückchen Fleisch und dieses dann aus einer artgerechten Tierhaltung. Durch den Kauf von nachhaltigen regionalen und ordentlich erzeugten Lebensmitteln steigt die Nachfrage nach ebensolchen Produkten aus anständiger Tierhaltung und fördert diese Haltungsweise. Es gibt viele vorbildliche Erzeuger und Landwirte, die es zu unterstützen gilt mit ihrer Art der Tierhaltung. Ein totaler Verzicht auf tierische Produkte ist vielleicht auch nicht der richtige Lösungsansatz, denn er fördert nicht jene Erzeuger, die eine verantwortungsvolle Landwirtschaft mit artgerechter Viehzucht betreiben. Deshalb mag ich diese Aktion "Rettet den Sonntagsbraten" 

Tja, eigentlich hatten wir einmal mit zwei Kühen begonnen. Mittlerweile laufen dreizehn Tiere auf unseren Weiden und mein lieber Mann würde am liebsten noch eine Kuh hinzukaufen.
Die friedfertige, genügsame und widerstandsfähige Art der schönen Tiere beeindruckt uns immer wieder und wir mögen die naturnahe Haltungsweise und ihren Herdenverband.
 
Unsere Tiere ernähren sich ausschließlich von dem, was die Weiden bieten
und dürfen langsam heranwachsen. So entsteht ein Fleisch mit wunderbarer Zartheit und höchster Qualität und garantiert uns einen Genuss aus unserer Region.
 

Diese Woche beginnen wir mit dem Bau eines Offenstalls auf der Weide. Dann kann die Herde wählen, ob sie bei starken Regen, Schnee oder kräftiger Sonne doch ein wenig Schutz suchen möchte.
 
Auch wenn wir eine sehr große Familie haben, können wir dann doch nicht mehr alles selbst verzehren und so steht die Überlegung im Raum, doch ein wenig des Fleisches zu verkaufen... im kleinen Rahmen und an Menschen, die dieses Fleisch zu schätzen wissen. Eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass wir die Tiere dann weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld töten dürfen; nämlich bei uns auf der Weide in ihrer Natur. Bisher ist dieses nur für den Privatverbrauch erlaubt. Einen Lebendtransport in einen Schlachthof möchten wir allerdings unbedingt vermeiden.
 
Wir werden sehen, wie es sich weiter entwickelt bei uns und unseren schönen Galloways!
 
Liebe Grüße
Silke

Federn DIY

Mittwoch, 8. Juli 2015

Gibt es bei Gänsen eigentlich auch so etwas wie einen Fell-  ähhm Federwechsel? 
Der Jäger und damit Naturkenner im heimgemachten Hause erklärte mir, daß auch Federvieh wie z.B. Gänse jährlich ihre alten Federn verlieren und ein neues Federkleid bekommen. Mauser nennt sich diese Phase und das hatte ich dann doch auch schon mal gehört :-)  
Und woher die Begrifflichkeit "sich mausern" kommt, ist damit auch geklärt! 
 
In den letzten zwei Monaten fand ich viele schöne Federn auf den Weiden und Feldwegen; bei uns vor allem die Federn unserer Gänse. Mittlerweile hat sich daraus eine stattliche Sammlung ergeben, ohne dass ich zunächst wußte, was ich damit eigentlich will...
Aber Ihr kennt das sicher... Erst mal haben!
 
Heute nun habe ich drei kleine Ruckizucki-DIY-Ideen mit Federn für Euch:
 
Die erste Idee
Gerahmte Federn als Bild
 
 
Dafür einfach einen Leerrahmen ohne Glas aufhängen und je nach Geschmack eine oder mehrere Federn darin platzieren und mit Maskingtape befestigen. Das ergibt eine tolle plastische Wirkung und die Federn kommen wunderbar zur Geltung.
 

 
 
Die zweite Idee
Geschenkverpackung
 
 
Verschiedene Papiere und andere Materialien wie Stoffe, Bänder und Kordeln auswählen und mit den Federn kombinieren. Ich habe die Farben recht neutral und ruhig gewählt.
 
 


Die dritte Idee
Lesezeichen




Ich habe dafür zwei quadratische Leinenreste genommen und ein wenig Schleifenband. Das Ende der Feder habe ich mit dem größten Zickzack-Stich der Nähmaschine einfach draufgenäht und dabei das Schleifenband gleich mitgefasst. Leinenreste noch ein wenig ausfransen und fertig ist das Lesezeichen.



 

 
Also... Augen auf beim nächsten Spaziergang! 
Und solltet Ihr in der Stadt wohnen, dann bestellt Euch einfach welche, wenn Euch diese Ideen gefallen. Man findet eine große Auswahl an Federn im Netz.
 
Man kann die Federn natürlich auch noch für viele andere schöne Dinge nutzen wie z.B. als Blumenersatz in einer schönen Vase, zur Tischdeko, ein Mobilie, ... Und ansprühen kann man die Federn übrigens auch in verschiedenen Farben .. und und und  
 
Liebe Grüße
Silke

Holunderblüten

Freitag, 3. Juli 2015

Bei uns sind die Holunderblüten in diesem Jahr recht spät dran, dafür aber äußert üppig. 
Ich habe aber die Befürchtung, dass sie auch flott wieder weg sind, bei den derzeitigen Temperaturen... also schnell noch welche ernten!!  
 
Einige Flaschen mit Holunderblütensirup sind bereits abgefüllt und warten auf ihren Einsatz. Wie ich den Sirup ansetze, hatte ich im letzten Jahr (click) gezeigt. Dort gibt's außerdem ein schönes Rezept für eine Joghurttorte mit Holunderblüten. 
 
In diesem Jahr finden die Holunderblüten aber nicht nur in der Küche ihre Anwendung...  
 

Gemeinsam mit ein paar kleinen grünen Äpfeln und duftenden Rosenblüten der Uetersener Klosterrose ergeben sie ein duftenden Blumenstrauß.  

Viele Holunderblütenkuchenrezepte haben Sirup als Basis für den Holundergeschmack. Ich habe hier allerdings noch einen ganz einfachen Blechkuchen, der mit frischen Holunderblüten zubereitet wird und dadurch seine leichte Holundernote erhält.
 


Ihr benötigt:
 
8 Holunderblütendolden
100 ml Milch
1 Packet weiche Butter (250 g)
250 g Zucker
1/2 TL Zitronenschale
4 Eier
350 g Mehl
50 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver
 
Puderzucker zum Bestreuen
 
Milch aufkochen und 2 Blütendolden hineingeben und abgedeckt ca. 2 Stunden ziehen lassen. Die Milch durch ein Sieb geben.
 
Butter schaumig rühren und Zucker mit Zitronenschale untermengen. Eier dazugeben. Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen und zusammen mit der Milch unterrühren. Von den restlichen Dolden die kleinen Blüten abpflücken und einrühren.
 
Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Teig darauf verstreichen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 20-25 Minuten backen.
 
Mit Puderzucker bestäuben. 
 


 
 Wer noch mehr Holunderblütengeschmack möchte, kann auch einen Zuckerguss aus Puderzucker und einigen Esslöffeln Holunderblütensirup auf den Kuchen geben.
Schmeckt auch ganz prima!
 
 
 Liebe Grüße 
Silke   

Zu Besuch in Südtirol - Gastpost bei Andrea von "Lemapi"

Donnerstag, 2. Juli 2015

Die liebe Andrea von "lemapi" lud mich ein, einen Gastpost zum Thema Sommerfreuden zu schreiben!
 
Also... solltet Ihr einen Picknick planen und dazu noch feine Leckereien benötigen, dann hüft mal schnell rüber zu Andrea, denn dort habe ich ein paar Ideen für Euch zusammengestellt!
 
Zum Beitrag geht's hier entlang click
 


Und wenn Ihr dann bei Andrea seid, dann solltet Ihr Euch dort mal in Ruhe umsehen. Sie schreibt von ihrem Leben in Südtirol u.a. mit tollen Rezepten, DIY-Ideen,  Dekorationen,....
 
Genießt einen sommersonnigen Tag,
Silke

Orangengugelhupf

Dienstag, 23. Juni 2015

Zu dieser Jahreszeit ein Rezept für einen Orangen-Gugelhupf zu zeigen ist sicherlich eher ungewöhnlich, denn eigentlich kann man ja gerade im Sommer auf viele andere regionale Früchte zurückgreifen!  

 Ich teile dieses Rezepte aber trotzdem heute mit Euch und das hat auch gleich mehrere Gründe:
Ich bin nämlich nun schon mehrfach nach diesem Rezept gefragt worden, vor allem von einigen Nähkursteilnehmern, was allein schon ein klares Indiz dafür ist, daß dieser Gugelhupf superlecker ist! Außerdem ist es so, daß die Früchte im eigenen Garten noch etwas zögerlich sind bei den Temperaturen da draußen (die Kirschen z.b. sind noch quitschgrün, Erdbeeren reichen nur knapp für einen Kuchen) und dann sind Orangen ja eh ganzjährig nur als Exportware erhältlich.
 



 
Orangen-Gugelhupf
 
300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
250 g weiche Butter
250 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
200 g Back-Marzipan
2 Orangen (unbehandelt)
100 g gehackte Mandeln
100 ml Orangenlikör
Etwas Butter und Mehl für die Backform
 
Für den Guss:
1 Orange (unbehandelt)
200 g Puderzucker
2 EL Orangenlikör
  
Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Butter, Zucker und Vanillezucker 5 Minuten rühren. Marzipan grob reiben. Mehl, Backpulver und Mandeln vermischen und mit Marzipan zum Teig geben.
Orangen abspülen, trocknen und die Schale abreiben. Auspressen und 100 ml von dem Saft zusammen mit dem Likör und der Schale zum Teig geben und verrühren.
Gugelhupfform einfetten und bemehlen. Teig einfüllen und knapp eine Stunde backen. Garprobe machen.
Den Gugelhupf 10 Minuten abkühlen lassen und dann aus der Form stürzen und ganz auskühlen lassen.
Für den Guss nochmals die Schale abreiben und den Saft auspressen.
Puderzucker, Likör und 3-4 EL Orangensaft zu einem Guss verrühren und auf den Kuchen geben. Orangenschale drauf streuen.
 
Wie Ihr seht, ist das Rezept eigentlich ohne Ei vorgesehen und ersetzt man die Butter durch Margarine ist es also eine vegane Version.
Ich selbst gebe aber meist ein Ei hinzu, damit es noch ein bißchen besser "bindet".
Liebe Grüße
Silke

Kräutergarten-Pflanzpläne

Sonntag, 14. Juni 2015

Ich bin schon einige Male nach den Pflanzplänen für unseren Kräutergarten gefragt worden und zuletzt gerade dann, als ich im Urlaub war und die Pläne natürlich nicht dabei hatte...
 
Das gab den Anstoß, sie hier zu zeigen.
Vielleicht sind die Pflanzlisten ja auch für einige andere interessant!
 
Wie es zu diesem Kräutergarten kam und welche Überlegungen dort mit eingeflossen sind, könnt Ihr gern noch einmal hier nachlesen.
Die Grundlage war erst einmal eine Wunschliste der Kräuter, die ich auf jeden Fall haben wollte.
Dann habe ich die Ansprüche der Kräuter möglichst passend gruppiert und vier Kräutergruppen zugeordnet.
 
1. Mediterrane Kräuter
2. Duft- und Heilkräuter
3. Küchengewürze
4. Heimische Wildkräuter 
Unser Kräutergarten umfasst vier Rechtecke (jedes Rechteck für eine Gruppe) mit jeweils einer Größe von ca. 1,30 m x 1.20 m.
Ich habe mir eine Auflistung der Pflanzen erstellt, die ich für die Erstbepflanzung besorgen wollte und die ich im ersten Jahr eigentlich immer dabei hatte.
   
 
 
Meine Pflanzliste: 
 
Mediterrane Kräuter:
  • Lavendel (Lavandula)
  • Salbei (Salvia)
  • Rosmarin (Rosmarinus)
  • Oregano (Origanum vulgare)
  • Majoran (Origanum magorana)
  • Blumendost (Blüten-Oregano, Origanum Laevigatum)
  • Bohnenkraut (Satureja hortensis)
  • Thymian (Thymus vulgaris)
  • Damaszener-Rose (z.B. Rose de Resht, Marie Louise, Jacques Cartier)
 
Duft- und Heilkräuter
  • roter Sonnenhut (Echinacea purpurea)
  • Duftnessel (Agastache)
  • Indianernessel (Monarda)
  • Johanniskraut (Hypericum)
  • Ysop, auch Eisen- oder Bienenkraut (Hyssopus)
  • Mutterkraut (Tanacetum parthenium)
  • Zistrosen (Cistus)
  • Eberraute (Artemisia abrotanum)
 
Heimische Wildkräuter
  • Malve (Malva)
  • Schafgarbe (Achillea)
  • Blutwurz (Potentilla erecta)
  • Engelwurz (Angelica archangelica)
  • Wermut (Artemisia absinthium)
  • Königskerze (Verbascum)
  • Beinwell (Symphytum officinale)
  • Baldrian (Valeriana)
  • Frauenmantel (Alchemilla)
 
Küchengewürze
  • Fenchel (Foeniculum)
  • Liebstöckel (Levisticum)
  • Minze (Mentha spicata)
  • Estragon (Artemis dracunculus) 
  • Kümmel (Carum)
  • Korinander (Coriandrum sativum)
  • Borretsch (Borago)
  • Sauerampfer (Rumex acetosa)
  • Currykraut (Helichrysum italicum)
  • Ringelblume (Calendula)
  • Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
  • Petersilie glatt / kraus (Petroselinum crispum)
  • Kerbel (Anthriscus cerefolium)
  • Dill (Anethum)
 
 
 
Ein paar Kräuter verschwinden und ich pflanze sie dann nach bzw. säe sie aus; andere hingegen machen sich ziemlich breit und man muß aufpassen, dass sie nicht ein ganzes Rechteck für sich allein beanspruchen (Minze!!!).
 
Ich muß auch gestehen, daß ich doch irgendwie beim Kochen immer wieder leicht auf die gleichen Kräuter zurückgreife und nicht alle Kräuter Verwendung finden.
Das will ich ändern!
Und auch gerade die Heilkräuter dürften ruhig ein wenig mehr zum Einsatz kommen. Bisher erfreuen sie vor allem mit ihren schönen Blüten und ihrem Duft und dienen im Sommer als Anziehungspunkt für viele Schmetterlinge und Bienen.
 In möchte in diesem Jahr z.B. Ringelblumen-Salbe, Kräuterbademilch, Lavendel-Gesichtswasser,... herstellen. 
 
Habt Ihr noch gute Verwendungsideen für Kräuter?
Dann immer her damit!
 
Liebe Grüße,
Silke   

Mediterrane Terrine

Donnerstag, 11. Juni 2015

Ich finde die Nordseeküste zu jeder Jahreszeit wunderschön!
(Ich hatte Euch ja schon im Januar einmal mitgenommen s. hier)
 
Aber wenn man im Sommer über den Deich blickt und dort dann gerade die Schafe vor einem sagenhaften Sonnenuntergang posieren ...
Schöner geht's doch kaum!!
  
 
Bei uns in Norddeutschland gehören die Deichschafe zum typischen Landschaftsbild. Sie beweiden fast sämtliche Küsten- und Binnendeiche und betreiben dabei übrigens aktiven Hochwasserschutz. Denn sie halten das Gras mit ihrem besonderen Gebiss sehr kurz und die Pflanzen reagieren darauf, indem sie größere Wurzeln entwickeln und den Boden damit noch fester machen. Und auch die kleinen Klauen der Schafe festigen die Grasnarbe und Mauselöcher und Maulwurfsgänge werden durch sie zugetreten. All das stabilisiert die Deiche und so machen die Schafe eben einfach einen guten Job und erfreuen nebenbei natürlich auch noch die Touristen :-)
 
Für mich haben sie sich dann auch noch mal vor dem schönen (Otto) Leuchtturm platziert!
 
 
 
Hier soll es aber heute nicht nur um die schönen Schafe gehen, sondern auch um eine feine Leckerei, die Ihr aber wunderbar zu einem schönen (Deich)-Picknick mitnehmen könntet :-)  
Dazu ein wenig Salat und einen kühlen Schluck... Perfekt! 
(auch ohne Schafe und Sonnenuntergang)
Es ist eine mediterrane Terrine, die vor allem durch getrocknete Tomaten eine großartige Würze erhält. Sie läßt sich prima vorbereiten und gehört bei uns z.B. auch immer zu einem guten Brunch dazu.


 

Zutaten:
1 kg Rinderhack
100 g getrocknete Tomaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Je drei Stiele glatte Petersilie und Thymian
1 EL mittelscharfer Senf
1 Ei
150 g Joghurt
250 g Mozzarella
Ca. 1,5 TL Salz und Pfeffer
 
Ofen auf 175 Grad vorheizen.
Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln.
Getrocknete Tomaten klein schneiden.
Blätter der Kräuter abzupfen und hacken.
Mozzarella würfeln.
Bis auf den Mozzarella alle Zutaten miteinander verkneten.
Eine geeignete Form mit der Hälfte der Hackmasse ausfüllen. Mozzarella mittig verteilen und dabei ein wenig Platz zum Rand lassen. Die andere Hälfte der Hackmasse darauf verteilen und im heißen Ofen ca. 1 Stunden braten.
Flüssigkeit abgießen.
Heiß schmeckt es auch wunderbar als Hackbraten;
kalt ist sie als Terrine ein Genuß.

 
Genießt einen schönen Abend; vielleicht bei einem Picknick!
Liebe Grüße,
Silke 
 
P.S. Habt Ihr es schon bemerkt?! Mein Blog sieht jetzt ein wenig anders aus! Und dann bin ich jetzt auch bei Facebook und Instagram zu finden... Huuiii!!!
So ganz dicke Freunde sind wir noch nicht...  Facebook, Instagram und ich, aber wir arbeiten gerade daran :-) Ich werde dort zukünftig auch immer mal Dinge zeigen oder berichten, die es nicht hier auf den Blog schaffen.
Vielleicht schaut Ihr mal vorbei und wenn Ihr mögt, dann folgt mir dort :-)
Ich freue mich auf Euch!

Die Schafe sagen "Tschüß" 
 
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